Philosophie

Kinder sollen individuell erleben und selbst bestimmt handeln. In einem „vorbereiteten“ Umfeld können sie „klettern, matschen, bauen, träumen…“



Zur Geschichte der Kindertagesstätte Wolke 7

Im November 1997 öffnete die Kindertagesstätte unter Trägerschaft des Fördervereins Psychomotorik Bonn ihre Pforten. Sie stellt bundesweit das erste Beispiel dar, wie Psychomotorik als Gesamtkonzept in der Kindergartenpädagogik umgesetzt werden kann. Nachdem der Förderverein Psychomotorik im November 2003 die Tagesstätte nicht weiter führen konnte, beschlossen die Eltern selbst die Trägerschaft zu übernehmen. Seit dem 1. April 2004 steht nun die Kindertagesstätte unter der Trägerschaft der Elterninitiative Wolke 7 – Psychomotorische Kindertagesstätte. Die Kontinuität im pädagogischen Team und die Verbindung zum Förderverein Psychomotorik Bonn e.V. konnten trotz der Umbruchphase fortgesetzt werden.

Auch wenn der Träger gewechselt hat, bleibt die ursprüngliche Zielsetzung, die Autonomie der Kinder nach psychomotorischen Grundsätzen zu fördern, erhalten. Sie sollen individuell erleben und selbst bestimmt handeln. In einem „vorbereiteten“ Umfeld können sie „klettern, matschen, bauen, träumen…“

Die Kindertagesstätte ist eine Regeleinrichtung in Trägerschaft der Elterninitiative Wolke 7. Finanziert wird die Einrichtung zu 96 % von Stadt und Land, 4 % der Personal- und Sachkosten tragen die Eltern über den monatlichen Elternbeitrag selbst. Um weiterhin die pädagogische Arbeit – auch bei finanziellen Kürzungen – attraktiv gestalten zu können, sind Einzelspenden bzw. Sponsoring erwünscht. Die Elterninitiative ist als gemeinnütziger Verein anerkannt.

Die 90 Kinder unserer Einrichtung sind auf vier Gruppen mit jeweils 22/23 Kindern verteilt. Es können 25 Stunden, 35 Stunden oder 45 Stunden gebucht werden.

Haupteinzugsgebiet ist der Bonner Stadtteil Kessenich, wobei auch Kinder aus anderen Stadtteilen nach Absprache aufgenommen werden können. In der Regel werden neue Plätze im Sommer vergeben, wenn ein Teil der Kinder in die Schule wechselt. Vor den Sommerferien bieten wir Schnuppernachmittage an, damit die neuen Kinder und ihre Eltern den Kindergarten und unsere ErzieherInnen kennen lernen können.

Psychomotorik

„Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist – dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann. Darum weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer ist. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Inneren, an die man sich halten kann.“Astrid Lindgren

Unsere Bewegungen und Körperhaltungen sind vielfach Ausdruck unseres Innenlebens. Wenn Kinder vor Freude hüpfen, vor Zorn trampeln oder in einem Spiel vertieft sind, wird dieser Zusammenhang sofort klar.

An diesen Phänomen setzt die Psychomotorik an: Ihr Ziel ist es, die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen über eine lebendige Bewegungs- und Wahrnehmungsförderung zu unterstützen. Psychomotorik, als ein Konzept ganzheitlicher Erziehung und Persönlichkeitsbildung im Kindergarten, berücksichtigt die Bereiche Wahrnehmung, Körpererfahrung und soziales Lernen. Dabei steht die Eigentätigkeit der Kinder im Vordergrund.

Durch Spiele in der Gruppe lernen die Kinder gerecht zu handeln und zu kommunizieren. Der Blickwinkel der Pädagogen richtet sich nicht auf die Defizite sondern orientiert sich an den individuellen Stärken jedes Kindes.

Psychomotorische Fördergruppen

Für Kinder, die keinen oder einen besonderen Förderbedarf haben, bietet der Förderverein Psychomotorik e.V. Fördergruppen in unserer Einrichtung an. Das Spiel- und Bewegungsangebot unterstützt die Integration und Fortentwicklung individueller Fähigkeiten.